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SELTSAME KINDER
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| Das Stück
Die Geschichten Matutes sind seltsam wie Marienkäfer mit ihren schwarzen Punkten, seltsam wie das Goldpferd mit den großen Flügeln, das immer weitere Kreise auf seinem Karussell macht, ohne irgendwo anzukommen. Da gibt es das seltsame Kind, das die Lobgesänge der Muschel über das hohe grüne Meer hören will. Da gibt es die Geschichte des Jungen, der dem armen Teufel mit seinem traurigen, einsamen Gesicht seine Freundschaft anbietet. Und es gibt noch das Mädchen des Kohlenhändlers, das sich Zähne und Augen mit Mondlicht auswaschen will… In Matutes Erzählungen betreten wir die Welt des Kindes, müssen wir uns nocheinmal in eine Welt zurückversetzen, in der das Geheimnis noch existiert, in der es noch spontanes Leid und süsse Traurigkeiten gibt. Schlüpfen müssen wir jedoch nicht nur in die Haut durchschnittlicher, eben ganz normaler Kinder, sondern in die von Aussenseitern, Ungeliebten, Alleingelassenen, auf irgendeine Art von der Welt der Erwachsenen oder der Natur vernachlässigter Kinder. Es sind die bitteren Wahrheiten, die Ana Maria Matute ins Bild bringt und die sie unvergleichlich treffend zu erzählen weiss. In einer metaphernreichen Sprache, die nur bei einer oberflächlichen Lektüre verschlüsselt scheint, findet sie Worte für kindliche Gefühle. Diese fast surreal anmutende Traumsphäre zu durchschauen wird dem Leser nicht auf der ersten Blick gelingen, doch wird er sogleich angerührt von dem schwermütigen Zauber, der über allem liegt. Bilder
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Besetzung - Mitwirkende Performance: Nathalie de Pierpont Daten Premiere am 21. November 2010, 16h00 im Rahmen der Künstlerresidenz der Compagnie de l’Arbre Rouge im Théâtre de la Roseraie, Brüssel. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||